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B-Wi­se XA: Mo­du­la­rer Auf­bau

B-Wi­se XA be­steht grund­sätz­lich aus vier auf­ein­an­der auf­bau­en­den Schich­ten (sie­he auch die nach­fol­gen­de Ab­bil­dung, in der die ge­nann­ten Schich­ten blau hin­ter­legt sind):

Tech­ni­sche Schicht mit stan­dar­di­sier­ten Metho­den und Tech­ni­ken so­wie tech­ni­schen Kom­po­nen­ten als Ba­sis

Fach­li­che Schicht mit fach­li­chen Mo­del­len und dar­auf auf­bau­en­den fach­li­chen Kom­po­nen­ten als Bau­stei­ne

An­wen­dungs­-Schicht mit Pro­zes­sen bzw. Ge­schäfts­vor­fäl­len, die ei­ner­seits in B-Wi­se XA stan­dard­mä­ßig vor­han­den an­de­rer­seits als kun­den­spe­zi­fi­sche Lö­sung im­ple­men­tiert sind

Werk­zeu­ge/Tools mit Metho­den, Tech­ni­ken und Werk­zeu­gen (Tools) für die ef­fi­zi­en­te Um­set­zung in­di­vi­du­el­ler An­for­de­run­gen

Tech­ni­sche Schicht

Die tech­ni­sche Schicht be­steht aus ei­ner Rei­he von Kom­po­nen­ten, die un­ab­hän­gig von ei­ner fach­li­chen Aus­rich­tung ver­wen­det wer­den kön­nen. Hier­zu ge­hö­ren Mo­du­le wie z.B. eine Em­bed­ded Da­ta­ba­se En­gi­ne für die ef­fi­zi­en­te Off­li­ne-Nut­zung, Der Dia­lo­g-Ma­na­ger für die Un­ter­stüt­zung un­ter­schied­li­cher UI-Stan­dards so­wohl im Smar­tC­li­ent als auch im We­b-Brow­ser, die Ob­jekt- bzw. Da­ten­syn­chro­ni­sie­rung oder ge­ne­ri­sche J2EE- so­wie OpenSour­ce-Kom­po­nen­ten. Auf die­ser Ebe­ne sind dar­über hin­aus zahl­rei­che Schnitt­stel­len für die In­te­gra­ti­on von Dritt­sys­te­men an­ge­sie­delt (z.B. We­bSer­vices, Datei­schnitt­stel­len, etc.).

Fach­li­che Schicht

Die fach­li­che Schicht be­steht pri­mär aus dem fach­li­chen Ob­jekt­mo­dell (u.a. mit den Kom­po­nen­ten Part­ner, Ver­trag, Scha­den/Leis­tung, Pro­dukt, An­ge­bot/An­trag, Ter­min­ma­na­ge­ment etc.), dem da­zu­ge­hö­ri­gen Per­sis­tenz­mo­dell (ER-Mo­dell mit der zu­ge­hö­ri­gen ORM-Schicht) so­wie fach­li­chen "Ser­vices" wie z.B. Part­ner-, Ver­trags-, oder Be­ra­tungs­ser­vice, Kam­pa­gnen­ma­na­ge­ment mit Se­lek­tio­nen, Sta­tis­ti­ken und Aus­wer­tun­gen, Bu­si­ness Ac­ti­vi­ty Ma­na­ge­ment etc. Die­se Schicht bil­det zu­sätz­lich die fach­li­chen Map­pings der o.g. Schnitt­stel­len ab (z.B. die Ab­bil­dung des GDV-Mo­dells auf das B-Wi­se XA-Mo­dell).

Als Bei­spiel für einen ty­pi­schen fach­li­chen Ser­vice sei an die­ser Stel­le das Pro­dukt­sys­tem ge­nannt. Im Rah­men der B-Wi­se XA Archi­tek­tur ist es für die De­fi­ni­ti­on und Be­reit­stel­lung von Ver­si­che­rungs­pro­duk­ten ver­ant­wort­lich. Ein Ver­si­che­rungs­pro­dukt ist da­bei durch die Sum­me de­kla­ra­tiv de­fi­nier­ter Re­geln be­schrie­ben, wel­che zu des­sen Ab­bil­dung er­for­der­lich sind (im We­sent­li­chen Aus­wahl­re­geln, Plau­si­bi­li­täts­prü­fun­gen so­wie Be­rech­nungs­vor­schrif­ten). Das Pro­dukt­sys­tem stellt die­se In­for­ma­tio­nen über eine Schnitt­stel­le zur Ver­fü­gung, mit de­ren Hil­fe es von an­de­ren Ser­vices oder von Pro­zes­sen (z.B. vom An­ge­bots-Pro­zess) an­ge­spro­chen wer­den kann. Die Schnitt­stel­le ist tech­nisch so­wohl als in­ter­nes API als auch in Form ei­nes We­bSer­vice ver­füg­bar, so dass Pro­duk­t-re­le­van­te In­for­ma­tio­nen red­un­danz­frei in­ner­halb ei­nes Un­ter­neh­mens so­wie nach au­ßen zu­gäng­lich ge­macht wer­den kön­nen.

An­wen­dungs­schicht

Die An­wen­dungs­schicht be­steht aus Pro­zes­sen (Ge­schäfts­vor­fäl­len), wel­che die Ab­läu­fe in­ner­halb ei­nes Un­ter­neh­mens ab­bil­den. Da­bei kann es sich um tech­ni­sche Pro­zes­se (z.B. Lo­gin oder Da­tei­im­port), quer­schnitt­li­che fach­li­che Ab­läu­fe (z.B. einen Kam­pa­gnen­pro­zess) oder in­di­vi­du­el­le fach­li­che Ge­schäfts­vor­fäl­le (z.B. Be­ra­tungs­pro­zess) han­deln. Letz­te­re wer­den im Rah­men ei­nes als "Cu­sto­mi­zing" be­zeich­ne­ten Ver­fah­rens zu­sam­men mit dem je­wei­li­gen Kun­den rea­li­siert.

Schließ­lich ge­hö­ren eine Rei­he von Metho­den ("Pat­terns") und Werk­zeu­gen/Tools be­reit, wel­che die Zeit (und da­mit die Kos­ten) re­du­zie­ren und das Pro­jek­tri­si­ko ver­rin­gern. Die­se Tools die­nen auch der kon­ti­nu­ier­li­chen Pfle­ge von B-Wi­se XA selbst so­wie der mit B-Wi­se XA er­stell­ten Lö­sun­gen (z.B. der dar­in de­fi­nier­ten Pro­duk­te).

Das mo­du­la­re Kon­zept er­leich­tert nicht nur den Aus­tausch ein­zel­ner Kom­po­nen­ten oder die In­te­gra­ti­on von Fremd­mo­du­len, son­dern ver­bes­sert dar­über­hin­aus die Wie­der­ver­wend­bar­keit und mi­ni­miert die Auf­wen­dun­gen für Wei­ter­ent­wick­lung und Pfle­ge. Dar­über­hin­aus kön­nen vie­le Mo­dul-Schnitt­stel­len auch von ex­ter­nen Pro­gram­men (z.B. als We­bSer­vices) ge­nutzt wer­den.