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B-Wi­se XA: n-Tier-Archi­tek­tur

Eine in­ter­essan­te Sicht in die Struk­tur von B-Wi­se XA bie­tet die Be­trach­tung un­ter den Aspek­ten: Fachar­chi­tek­tur, An­wen­dungs­ar­chi­tek­tur und Sys­te­mar­chi­tek­tur

Fachar­chi­tek­tur

Die Fachar­chi­tek­tur rich­tet ih­ren Fo­kus auf ver­si­che­rungs­fach­li­che Aspek­te und be­schreibt die fach­li­chen Ge­stal­tungs­grund­sät­ze und In­hal­te des Sys­tems und der Kom­po­nen­ten. Dies er­folgt frei von Vor­ga­ben ei­ner mög­li­chen tech­ni­schen Um­set­zung, je­doch in­so­weit durch­dacht – und aus Er­fah­rung teils ein­ge­schränkt – so dass eine tech­ni­sche und auch per­for­man­te Um­set­zung mög­lich ist.

Die Fachar­chi­tek­tur bein­hal­tet das fach­li­che Me­ta­mo­dell, die fach­li­chen Pro­zes­se und Ge­schäfts­vor­fäl­le so­wie die ein­zel­nen Ge­schäfts­ob­jek­te (Pro­dukt, Ver­trag, Leis­tung, Part­ner, Kon­takt etc.). Sie gibt Aus­kunft dar­über, wel­che In­hal­te und In­for­ma­tio­nen fach­li­che Kom­po­nen­ten ent­hal­ten und wel­che Ser­vices sie an­de­ren Kom­po­nen­ten zur Ver­fü­gung stel­len sol­len.

Ne­ben der sta­ti­schen Be­schrei­bung des Sys­tems ge­hö­ren In­for­ma­tio­nen über die fach­li­chen Wech­sel­wir­kun­gen der Kom­po­nen­ten zur Fachar­chi­tek­tur. Da­bei be­schreibt sie die dy­na­mi­schen Ab­läu­fe im Be­reich der Fach­lich­keit. In­so­fern bil­det sie u.a. funk­tio­na­le Ab­läu­fe (z. B. Adress­prü­fung) ab, die auf ei­ner wei­te­ren Ser­vice- oder Pro­zess-E­be­ne wie­der­ver­wen­det wer­den kön­nen.

Schließ­lich stellt sie ein­zel­ne Kom­po­nen­ten zu fach­li­chen Teil­sys­te­men zu­sam­men (z. B. ei­nem Pro­dukt­sys­tem) und weist ih­nen eine de­fi­nier­te Verant­wor­tung (Re­spon­si­bi­li­ty) in­ner­halb des Ge­samt­sys­tems zu.

Auf der Ebe­ne der Fachar­chi­tek­tur er­folgt ein Groß­teil des In­di­vi­dua­li­sie­rung, da hier die spe­zi­fi­schen in­halt­li­chen (z. B. Pro­duk­te), or­ga­ni­sa­to­ri­schen (Ge­schäfts­vor­fäl­le) und lo­gis­ti­schen (z. B. Kom­mu­ni­ka­ti­on) Ab­läu­fe der ein­zel­nen Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men mo­del­liert wer­den.

B-Wi­se XA ba­siert im Be­reich der Fachar­chi­tek­tur auf Ge­schäfts­ob­jek­ten mit Le­bens­zu­stän­den und fach­li­chen Ba­sis­funk­tio­nen (Part­ner, Bu­si­nessOb­ject, Pro­dukt, Kon­takt etc.) so­wie auf ei­nem pro­zess­ba­sier­ten dy­na­mi­schen Mo­dell, wel­ches die ein­zel­nen fach­li­chen Ba­sis­funk­tio­nen der Ge­schäfts­ob­jek­te zu hö­her­wer­ti­gen Ak­ti­vi­tä­ten ("pro­cess steps") so­wie dar­über hin­aus zu fach­li­chen Ge­schäfts­vor­fäl­len ("pro­ces­ses") ver­knüpft.

Daraus ent­ste­hen – teils ge­ne­risch, teils in­ner­halb ei­ner kun­den­spe­zi­fi­schen Aus­rich­tung – wie­der­ver­wend­ba­re Bau­stei­ne, die in ih­rer Ge­samt­heit, zu­sam­men mit der Ausprä­gung der Prä­sen­ta­ti­ons­schicht, das in­di­vi­du­el­le ("­cu­sto­mi­zed") Sys­tem aus­ma­chen.

An­wen­dungs­ar­chi­tek­tur

Die An­wen­dungs­ar­chi­tek­tur zer­legt das Ge­samt­sys­tem in von der Fach­lich­keit un­ab­hän­gi­ge Funk­ti­ons­blö­cke und ver­fei­nert die­se dann auf der Ba­sis be­währ­ter Mus­ter. So er­gibt sich zu­nächst eine gro­be An­wen­dungs­ar­chi­tek­tur, die B-Wi­se XA grund­sätz­lich in drei (vier, in­kl. der We­b-Tier) Schich­ten teilt (sie­he nach­fol­gen­de Ab­bil­dung):

Prä­sen­ta­ti­ons­schicht

Web­schicht

Lo­gik­schicht

Da­ten­schicht

Sys­te­mar­chi­tek­tur

Die Sys­te­mar­chi­tek­tur bil­det die Kom­po­nen­ten der An­wen­dungs­ar­chi­tek­tur auf kon­kre­te Soft­wa­re-Tech­no­lo­gi­en und Hard­wa­re-Funk­ti­ons­blö­cke ab. Da­bei sor­gen Tei­le der An­wen­dungs­ar­chi­tek­tur da­für, dass eine An­pas­sung an die in­di­vi­du­el­len An­for­de­run­gen bruch­los mög­lich ist. Kon­kre­tes Bei­spiel: Die DB-Abstrak­ti­ons­schicht der An­wen­dungs­ar­chi­tek­tur be­wirkt, dass B-Wi­se XA über die ORM-Map­ping-Schicht und die JDBC-Schnitt­stel­le un­ter­schied­li­che Da­ten­bank­sys­te­me ohne Än­de­run­gen der ent­spre­chen­den, an­wen­dungs­tech­ni­schen Ab­fra­gen un­ter­stüt­zen kann. Die Un­ter­stüt­zung of­fe­ner Stan­dards er­laubt die In­te­gra­ti­on un­ter­schied­li­cher An­wen­dun­gen zu ei­ner un­ter­neh­mens­weit eta­blier­ten Ge­samt­lö­sung.